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Service :: Personal

Natürlich müssen Sie nicht alles selbst abholen, aufbauen und bedienen, wenn Sie nicht wollen. Gerne erledigen wir das für Sie.

Techniker-ABC für Angefangene und Fortgeschrittene

Damit Sie einen Überblick bekommen, was so an Personal auf Sie zukommen kann, haben wir - mit einem kleinen Augenzwinkern - eine kurze Übersicht für Sie erstellt.

Tontechniker

Kennt ja eigentlich jeder, ist auch bekannt als Schallereignissortierer. Sitzt im Saal am Front-of-House-Platz mit Mischpulten und vielen blinkenden Effektgeräten und schickt die vielen von der Bühne kommenden Signale als meist wohlklingendes Stereosignal zurück auf die PA (Public Address, heißt so viel wie „Lautsprecher fürs Volk"). Sitzt ein weiterer Tontechniker auf oder neben der Bühne, so ist dies der Monitormischer. Er sorgt dafür, dass die Akteure auf der Bühne sich selbst aus den Monitorlautsprechern hören können. Der Tontechniker ist z.B. an einem Feedback (Pfeifen der Anlage) schuld, weil er dem Sänger nicht erklärt hat, dass er durch zuhalten des Mikrofons mit der Hand die Schallaufnahmeeigenschaften derart beeinflußt, dass es fast zwangsläufig zu einer fiesen Rückkopplung kommen muß.

Lichttechniker

Sitzt an dem oft kleineren, dafür aber erhöht aufgestellten Pult im Saal und macht die Lampen auf der Bühne an und aus. Außerdem steuert er das bewegte Licht (Scanner und Moving Heads) und Spezialeffekte, wie z.B. Nebel. Dadurch ist er verantwortlich für die Heiserkeit der Sängerin, weil er mal wieder etwas „Rauch" (kurzer Exkurs in die Chemie: Nebel entsteht beim Verdampfen von Flüssigkeiten, Rauch beim Verbrennen von Stoffen) auf der Bühne produziert hat. Dabei wollte er doch nur durch das Verdampfen von gesundheitlich völlig unbedenklichem Nebelfluid, das aus den wenigen Scheinwerfern, die das Budget des Veranstalters zuließ, ausfallende Licht sichtbar machen. Dies lässt sich ja bekanntlicherweise nur durch Brechung des Lichtstrahls an einer Materie, z.B. dem bierversifften Bühnenboden, oder aber am Nebel in der Luft bewerkstelligen. Dies hätte dann zur Folge, dass durch den stimmungsvollen Einsatz des Gestaltungsmittels Licht eine Atmosphäre geschaffen wird, in der das Publikum alles um sich herum vergisst und entzückt das Geschehen auf der Bühne verfolgt.

Pyrotechniker

Demonstriert seine Macht, indem er heimlich in kleinen Kästchen einen Schlüssel umdreht und mit einem fiesen Grinsen im Gesicht auf einen roten Knopf drückt. Wenns schlecht läuft, entsteht durch das Explodieren der Bühnenblitze, Konfettikanonen oder Funkenfontänen eine Massenpanik, bei guter Vorbereitung fügt sich dieser Höhepunkt der Veranstaltung jedoch harmonisch in den Programmablauf ein. Im Unterschied zum Lichttechniker benötigt der Pyrotechniker beim Einsatz von bestimmten Effekten eine Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz, dafür raucht es bei ihm dann auch richtig.

Rigger

Sie sind für alles verantwortlich, was sich oberhalb von 3m über dem Bühnenboden abspielt. Sie bauen das Bühnendach aus Leichtmetallfachwerkträgern (wird auch gerne als Aluminiumtraverse bezeichnet) oder ziehen mittels speziellen Rigging-Motoren Lautsprecher und Scheinwerfer nach oben. Die Hauptaufgabe eines Riggers (spricht man übrigens so, wie man es schreibt) besteht aber darin, dafür zu sorgen, daß das „geflogene" Material und auch er selbst nur auf ausdrücklichem Wunsch des Produktionsleiters auf den Boden zurückkehrt.

Elektrofachkraft:

Energieversorgungsunternehmer im kleinen Rahmen, der entweder den Strom aus der Wand oder von Stromaggregaten mittels wasserschlauchartigen Gebilden und im Weg herumstehenden Schränken verteilt. Wenn man es genau nimmt, dürfte man als Laie nicht mal einen Schukostecker an ein Kabel schrauben. Da bei einer Veranstaltung etwas mehr Leistung zur Verteilung ansteht, bietet es sich an, jemanden zu fragen, der sich damit auskennt.

Hands

Wenn man gemein wäre, könnte man sie als die „Hilfsarbeiter in der Veranstaltungstechnik" bezeichnen. Da wir jedoch alle lieb und nett sind und die Erklärung doch sehr an den Haaren herbeigezogen ist, würde ich sie mal so beschreiben: Hands gehören zu einer lokalen Crew, die vom Veranstalter oder der Technikfirma gebucht wird, um die Technik aus den Trucks an die oft sogar richtige Stelle der Veranstaltungsstätte zu befördern. Dort wird dieselbige dann von den Hands unter Anleitung und Überwachung der Techniker ausgepackt, sortiert, gestapelt, aufgehängt, gegen Absturz gesichert, verkabelt, ausgerichtet oder auch wieder in den Truck gerollt, weil der Disponent mal wieder das falsche Gerät geschickt hat. Eigentlich sollten die Kurierdienste hier auch noch erwähnt werden, was jedoch ein schlechtes Bild auf die Veranstaltungstechnik-Branche werfen würde und deshalb unterlassen wird.

Meister

Der Meister für Veranstaltungstechnik besticht durch sein Wissen über die Unfallverhütungsvorschriften, Normen und Verordnungen, die das physische und psychische Überleben bei Veranstaltungen erleichtern. Sowohl beim Auf-/ Abbau als auch bei der Veranstaltung ab bestimmten Bühnengrößen ist die Anwesenheit eines Meisters Pflicht. Er sorgt für den sicheren und reibungslosen Ablauf der Produktion. So hat er zum Beispiel dafür zu sorgen, dass vor allem die Pyrotechniker, Rigger und Elektrofachkräfte ihre besonderen Aufgaben mit Sorgfalt und Kompetenz erbringen. Darüber hinaus muss er auch allgemeine Sicherheitsstandards kontrollieren: Besteht die Bühnendekoration aus schwer entflammbaren Materialien? Gibt es genug ordnungsgemässe Notausgänge? Wurden die Akteure auf und hinter der Bühne über besonder Gefährdungen und Sicherheitsvorschriften aufmerksam gemacht?

Technischer Leiter oder Produktionsleiter

Leute, die eigentlich nix schaffen müssen, dafür aber um so wichtiger sind. Ist ja nichts Besonderes. Sie sind überall, wo man sie gerade lieber nicht hätte, dafür aber unauffindbar und über Funk nicht zu erreichen, wenn man mal ne Frage hat. Im Prinzip versuchen sie, die Arbeit der verschiedenen Gewerke auf einer Baustelle beim Auf- und Abbau so zu koordinieren, daß alle immer glücklich sind. Das bedeutet, sie sorgen dafür, dass die Techniker was zu essen bekommen, dass ihnen aber niemand was wegfuttert, dass die Toiletten aufgeschlossen sind, dass die Hands arbeiten, dass die Techniker das tun, was der Auftraggeber will, dass die Gewerbeaufsicht an der Arbeitsweise der Techniker und dem Arbeitsresultat nichts auszusetzen hat, dass der Auftraggeber mit dem Resultat zufrieden ist, und dass das alles auch noch rechtzeitig fertig ist, bevor die drängelnde Masse die Eingangstüre niederwalzt.